Friday, November 09, 2007

Auszeit

29.oktober, 4am, hallo hartes leben, lange nicht gesehen: Emi hat mich abgesetzt, neinnein, so ein weichei - nicht in ihre tüte! Und recht hat sie. Was ist nur passiert? Klar, ich bin zurück, und fertig mit studieren, und zuviel "daheim". Männer, ans waschbrett! Ich schlafe ein letztes mal neben ihr, schlafe kaum, denn eigentlich ist sie schon weg. Den tag im rauhen wind Tokyos verbracht, keine liebe mehr in dieser welt, und in welche zukunft nur blicken? Hat mir gutgetan. Habe mir beim japanischen ADAC meinen führerschein übersetzen lassen, versucht, nicht zu verzweifelt auszusehen, und einen famosen ausichtspunkt an der Tokyo Bay abgesteckt. Ich kann es noch, auf zwei beinen alleine stehen.
Am abend alles kommando zurück, es nochmal versuchen, besser bescheidwissen.Kopfschütteln, indisch essen gehen, endlich mal karaoke zu zweit und happy birthday Emi. She's way too sweet, help!

Die innereien von Kyoto


Wir hatten nur einen tag, also schnell oder gar nicht. Ponto-chou ist die engste kult-gasse, die ich je gesehen habe. Freilich schon fast wieder zu spät dran, schätze 10 jahre, aber für Toraya allein die reise schon wert. Tief in Japan, verliebt in bewirtung, dem menschen eine gute essenszeit zu schenken, spezialisiert auf innereien, "hor(u)mon". Ein pärchen wartet schon, wir 40 minuten, der empfangskoch bemüht, niemanden zu lange warten zu lassen schickt leute resolut weg. Wir bestellen klassisch einen motsunabe für zwei, am tisch gegart, und zur sicherheit noch reis und etwas dazu. Das fleisch zart und die soße schwer, doch noch bevor es gar ist schon gratis-zugaben, weil es doch so lange dauert. Panierte rindfleisch-streifen mit sahne und schnittlauch, der rote ume-shu ungewohnt reichlich, dann nehmen wir uns eben zeit. Handgeformte keramik, batik-stoff-servietten, Emis lächeln, jazz. Ich gebe auf, lasse mich belehren, essen in zukunft ernster zu nehmen.
Plätze nur für geradzahlige gruppen, schuhe sind am eingang abzugeben!

Tuesday, November 06, 2007

Level 2

Bisher war japan ja ganz nett. Offiziell gerngesehener landesgast unter generalverdacht auf semi-professionell englisch-lehrenden US-amerikaner, eine dezente daily allowance, und erstaunte blicke: "Ah, Sie wohnen also richtig hier!". Eine vorzeige-affiliation, ein guarantor per visum, gratis-sprachkurse zwei stockwerke tiefer.
Neues visum, neues glück. Bin wieder hier und darf nun alles, muß aber garnichts. Bin dipl-inf, kann deutsch und sogar ein wenig landessprache. Aber, wichtiger, ich bin groß und lang, habe unbezahlbar blaue augen und sogar blondes schamhaar. Bin noch unter 30 (jaaaaaaaaha) und hab noch genug erspartes, um ein paarmal richtig dick essen zu gehen.
Was werde ich draus machen? Scheint mir die größte herausforderung meines lebens und keine ausrede mehr, es zu verschieben.

Relaunch


Der sommer rum, lange nicht geschrieben, was war nur los? Habe mich verschrieben, oder verlebt? Jetzt aber, ab heute, der neue versuch, mit mehr photos, weniger sensationen, mehr eindrücken.